Über 1.400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus über 70 Ländern und Regionen verfolgten vom 22. bis 27. September 2026 in Shanghai die Weltmeisterschaften der Berufe – die WorldSkills 2026. Deutschland war als „Team Germany“ mit insgesamt 36 Spitzenfachkräften in 31 Disziplinen vertreten, darunter auch das Nationalteam Baugewerbe mit sechs Teilnehmern in fünf Gewerken.
Betonbauer Tim Arnold und Jakob Distler holen Goldmedaille
Das bayerische Duo – bestehend aus Tim Arnold (20) von unserem Mitgliedsbetrieb, der Christoph Fuchs GmbH aus Wendelstein, und Jakob Distler (20) von der WALTER Bauunternehmen GmbH aus Ebermannstadt, ebenfalls Mitgliedsunternehmen in unserem Landesverband – erkämpften sich den Weltmeisterrang. Sie setzten sich mit 726 Punkten in einem spannenden Wettkampf gegen das Team aus China und Österreich durch. Die Aufgabe im Wettbewerb der Beton- und Stahlbetonbauer bestand aus fünf aufwändigen Modulen. Vor allem der hohe Arbeitsaufwand und die Vielzahl der einzelnen Konstruktionen machten die Aufgabe zu einer großen zeitlichen Herausforderung.
6. Platz für Maurer Leonhard Eham
Mit einem hervorragenden Ergebnis von 714 Punkten erreichte Leonhard Eham (20) von unserem Mitgliedsbetrieb Nürnberger & Epp Bau GmbH aus Miesbach den 6. Platz – in einem knappen Rennen hinter seinen Rivalen aus China, der Schweiz, Frankreich, England und den Niederlanden. Die Aufgabe der Maurer bestand darin, drei große, massive Module mit einem außergewöhnlich hohen Materialaufwand zu erstellen. Dabei galt es, die größte Anzahl an Mauersteinen zu verarbeiten, die jemals bei einer Weltmeisterschaft im Maurerhandwerk verbaut wurden.
Ersatzteilnehmer für bayerische Stuckateurin auf Platz 9
Anna-Petra Vogel aus dem mittelfränkischen Altershausen hatte sich im Frühjahr in einem Ausscheidungswettbewerb des Nationalteams der Stuckateure für die Teilnahme an den WorldSkills qualifiziert. Sie war hoch motiviert und musste leider aufgrund einer Verletzung zwei Wochen vor dem Wettbewerb zurückziehen. Maximilian Buerger (22) aus Wetter (NRW) sprang kurzfristig ein. Vor dem Hintergrund der besonderen Umstände und entsprechend kurzer Trainingsphase erreichte er einen stolzen 9. Platz.



